Konzeption

 

AWO-Kinderhort

Hacklberg

 

Adresse: Schulstr. 46 -  94034 Passau

 

Telefon: 0851/9 52 09 93 

 

FAX 0851/ 9 52 09 92

 

Internet: kiho-hacklberg@awo-passau-heining.de

 

Homepage:www.awo-passau-heining.de

 

 

 

Inhaltsangabe

 

1.   Rahmenbedingungen unserer Einrichtung

1.1          Informationen zum Träger und zur Einrichtung

1.2          Situation der Kinder und Familien in unserer Einrichtung und im Einzugsgebiet

1.3          Unser rechtlicher Auftrag

 

2.   Unser Leitbild –Prinzipien unseres Handelns für Kinder und ihre Familien

2.1          Unser Selbstverständnis

2.2          Unser pädagogischer Ansatz

2.3          Gemeinwesenorientierung unserer Arbeit

2.4          Bildungsqualität und Innovation

 

3.   Übergänge des Kindes im Bildungsverlauf

3.1          Übergang vom Kindergarten in den Hort

 

4.   Bildung und Erziehung – unser Angebot für Kinder

4.1          Grundprinzipien der Bildungs- und Erziehungsarbeit…

4.1.1    Mitwirkung der Kinder (Partizipation)

4.1.2    Individuelle Unterschiede der Kinder als Bereicherung

4.1.3    Anregende Lernumgebung und Exkursionen

4.1.4    Ganzheitliche Bildung – Lernen in Projekten und Alltagssituationen

4.1.5    Angebotsvielfalt – Planung und Dokumentation der Bildungsarbeit in der

Einrichtung

4.1.6    Beobachtung und Dokumentation der individuellen Lernprozesse der Kinder

4.2          Umsetzung der Bildungs- und Erziehungsziele

4.2.1      Wertorientierung und verantwortungsvoll handelnde Kinder

4.2.2      Sprach- und mediengewandte Kinder

4.2.3      Fragende und forschende Kinder

4.2.4      Künstlerisch aktive Kinder

4.2.5      Starke Kinder

 

4.3.       Inklusion

 

 

5.   Bildungs- und Erziehungspartnerschaft – unser Angebot für Eltern

 

6. Ausblick: Verbesserung und Weiterentwicklung unserer

 

 

 

 

1.  Rahmenbedingungen unserer Einrichtung

 

1.1 Informationen zum Träger und zur Einrichtung

Der Träger des AWO - Kinderhortes ist der AWO-Ortverein Heining e.V., Buchenstr. 15, 94036 Passau.

1.    Vorstand ist seit  dem Jahr 2000 Hr. Fraunholz Alois

(E-Mail: fraunholz@awo-ndb-opf.de)

 

In unserem Kinderhort werden bis zu 50 Kinder (genehmigte Platzanzahl) im Alter von

6 -11 Jahren (1.-4. Klasse) aller Nationalitäten aufgenommen, die die Grundschule Hacklberg besuchen. Im Augenblick betreuen wir 48 Kinder, 2 davon mit Inklusionshintergrund.

Bevorzugt erhalten Kinder von Alleinerziehenden und berufstätigen Eltern einen Kinderhortplatz. Die Aufnahme erfolgt ganzjährig.

Im Augenblick betreuen wir 48 Kinder, 2 davon mit Inklusionshintergrund.

Der AWO-Kinderhort Hacklberg befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Grundschule Hacklberg.

Die Einrichtung liegt neben dem Stadtpark und bietet den Kindern deshalb genügend Bewegungs- und Spielfreiheiten. Da der Hort nur durch eine kleine Privatstraße erreichbar ist, sind die Kinder auch keinerlei Gefahren durch den Straßenverkehr ausgesetzt.

 

Unsere Öffnungszeiten sind:

Mo – Do 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr,  Fr 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr

Die Betreuungszeit richtet sich nach den Schulschlußzeiten der Kinder und des individuellen Betreuungsbedarfes (jedoch nicht vor 11.00 Uhr)

Bürozeiten:

täglich von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Um den pädagogischen Ablauf nicht ständig zu stören, ist unser Telefon von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr nicht besetzt. In dringenden Fällen können Sie aber auf unseren Anrufbeantworter sprechen.

Abholzeiten: (je nach Buchung)

Mo – Do: 15.30 Uhr – 17.30 Uhr

Fr: Unterrichtsende bis 16.00 Uhr

 

Um den Ablauf der Hausaufgabenzeit nicht zu stören, bitten wir die Eltern ihr Kind erst ab 15.30 Uhr vom Kinderhort abzuholen.

Das Abholen, durch eine nicht erziehungsberechtigte Person ist nur möglich, wenn die Eltern vorher (schriftlich, persönlich oder telefonisch) Bescheid geben.

 

Schließtage und Ferienzeiten:

Die Schließtage (30 Tage pro Schuljahr) werden am Anfang des Schuljahres schriftlich an die Eltern mitgeteilt und eventuelle Änderungen rechtzeitig bekannt gegeben.

Aus organisatorischen Gründen, müssen die Kinder bei Bedarf ca. 2 Wochen vor den jeweiligen Ferien schriftlich, persönlich oder telefonisch im Hort angemeldet werden.

Der Grundbeitrag der Ferienbetreuung und Materialkosten von den Eltern zusätzlich getragen werden.

 

Finanzierung und Beiträge:

Der Kinderhort finanziert sich nur zu einem geringen Teil durch die Elternbeiträge.

Ein Großteil der Einrichtungskosten wird durch Zuschüsse des Freistaates Bayern und der jeweiligen Kommune gedeckt.

Um die nötigen Zuschüsse zu bekommen, wodurch die Einrichtung finanziert wird, beträgt die Mindestbuchungszeit in unserer Einrichtung mindestens 3-4 Std. täglich.

 

Es ergibt sich dadurch eine Kernzeit (Anwesenheitszeit) von Unterrichtsende bis min. 15.30 Uhr.

 

Die monatlichen Elternbeiträge im Kinderhort Hacklberg:

 

Hortplatz während der Schultage:

3-4 Std. tägl./ 60 €                                 monatlich

4-5 Std. tägl./ 65 €                                 monatlich

5-6 Std. tägl./ 70 €                                 monatlich

 

Hortplatz während der Ferien:

Ab 7.30 Uhr/ 85 €                                  einmalig - Augustbeitrag

Ab 8.00 Uhr/ 80 €                                  einmalig - Augustbeitrag

 

Um für eine angenehme und ruhige Atmosphäre zu sorgen, essen die Kinder in verschiedenen Gruppen soweit es möglich ist immer nach Unterrichtsende. Da wir für die große Kinderzahl nicht die Möglichkeit haben, selbst zu kochen, bekommen wir die Speisen vom Chateringservice „Mühlrad“ geliefert. Die Gerichte werden täglich frisch gekocht.

Ein Gericht besteht in der Regel aus Hauptgericht und Dessert. Die täglichen Kosten belaufen sich auf 3,30 €.

Außerdem besteht für die Kinder die Möglichkeit, sich Getränke bei uns zu kaufen oder Mitgebrachtes zu verzehren.

Zusätzlich stehen im Sommer immer noch Saftschorlen und im Winter warmer Tee kostenlos für die Kinder bereit.

Am Nachmittag haben die Kinder nochmals die Möglichkeit eine Essenspause zu machen und mitgebrachte Brote und Obst- und Gemüsespenden von den Eltern zu verzehren.

 

Personelle Ausstattung

Der personelle Aufwand richtet sich immer nach der Anzahl der aufgenommenen Kinder und deren Buchungszeit in der Einrichtung.

In der Regel sind immer mehrere Erzieherinnen (päd. Fachkräfte), Kinderpflegerinnen und versch. Praktikantinnen (päd. Hilfspersonal) bei uns tätig.

Während der Kernzeit (11.30 Uhr bis 15.30 Uhr) ist immer das ganze Personal anwesend.

 

1.2 Situation der Kinder und Familien in der Einrichtung und im  Einzugsgebiet

 

Zu unserer Zielgruppe gehören Familien aus allen sozialen Schichten, deren Kind die GS Hacklberg besucht.

In unserer Einrichtung werden hauptsächlich Kinder betreut, deren Eltern berufstätig oder alleinerziehend sind. Im Augenblick werden auch viele Geschwisterkinder von uns betreut.

Ein  geringer Teil der Kinder wird durch das Jugendamt vermittelt oder es besteht Migrationshintergrund.

Da an der GS Hacklberg  das Model der „Inklusionsschule“ besteht und wir jedes Kind als individuelle Persönlichkeit sehen, werden auch Kinder mit besonderem schulischem oder sozialem Förderbedarf bei uns aufgenommen. Grundvoraussetzung hierbei  ist aber immer, dass es der Entwicklungszustand zulässt die Kinder in die Gruppe integrieren zu können.

 

 

 

1.3 Unser rechtlicher Auftrag – Zielvorgaben nach dem BEP

 

Kinderschutz gemäß §8a SGB VIII

Neben der rechtlichen Verpflichtung gemäß § 8a SGB VIII liegt uns das Wohl des Kindes am Herzen.

Stellen wir Anhaltspunkte einer Kindeswohlgefährdung fest, suchen wir gemeinsam mit den Eltern nach Lösungsmöglichkeiten und bieten Hilfe an.

Besteht eine akute Gefährdung, bzw. konnten wir gemeinsam keine Besserung der Situation bewirken, sind wir rechtlich verpflichtet, das Jugendamt unterstützend hinzuzuziehen.

 

Gesetzliche Grundlagen

Die gesetzlichen Grundlagen unserer Arbeit sind das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBig), das SGB VIII und das SGB XII, das Infektionsschutzgesetz (IFSG), das Bayerische Erziehungs- und Unterrichtsgesetz (BayEUG) und das Datenschutzgesetz.

 

Zielvorgaben nach dem BEP

 

Jede Einrichtung ist verpflichtet, den Spiel und Lernbereich der Kinder so zu gestalten, dass die Basiskompetenzen der Kinder gefördert werden können.

Basiskompetenzen der Kinder sind:

 

·         Personelle Kompetenzen

 

-       Selbstwahrnehmungkompetenzen

Ein gesundes Selbstwertgefühl ist wichtig für die Entwicklung eines Kindes, zu einem Menschen, der sich selbst achtet, mit sich zufrieden ist und sich geliebt fühlt. Bei uns wird jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit angenommen und bestärkt, es darf Gefühle zulassen und zeigen. (Zuwendung und liebevoller Umgang mit dem Kind, eigene Grenzen erfahren, freie Wahl des Spielpartners und des Spielmaterials…)

 

-       Motivationale Kompetenzen

Jeder Mensch möchte im Rahmen seiner Möglichkeiten selbst bestimmen, was er tun und wie er etwas tun möchte. Niemand möchte fremdgesteuert handeln. Wir ermöglichen den Kindern viele Entscheidungsfreiheiten, lernen ihnen, Kompromisse einzugehen, vermitteln ihnen aber auch, dass es Dinge gibt, die wir nicht frei bestimmen können. (Motivation durch gezielte Angebote, Zeit und Raum geben zum selbstbestimmten Tun…)

 

-       Kognitive Kompetenz

In unserer pädagogischen Arbeit ist grundlegend auf eine ganzheitliche Erziehung ausgelegt. Kinder lernen durch erleben mit allen Sinnen. Nur durch das Angebot unterschiedlicher Materialien lernt ein Kind zu verstehen. (Spielmaterialien für alle Bildungsbereiche, Spiele mit verschiedenem Schwierigkeitsgrad…)

Die Kinder lernen, Probleme unterschiedlicher Art z. B. soziale Konflikte, Denkaufgaben, Problemlösungsalternativen zu entwickeln, diese abzuwägen, zu entscheiden, diese angemessen umzusetzen und den Erfolg zu prüfen. Die pädagogischen Fachkräfte unterstützen die Kinder dabei.

 

-       Physische Kompetenz

Zu den physischen Kompetenzen zählen die Übernahme von Verantwortung für Gesundheit und körperliches Wohlbefinden (z.B. Händewaschen), grob- und feinmotorische Kompetenzen sowie die Fähigkeit zur Regulierung von körperlicher Anspannung. Die physischen Kompetenzen werden vielseitig gefördert: Turnen, Freispiel im Garten, Basteln, Kneten, Kochangebote sind wichtige Eckpfeiler in der pädagogischen Arbeit.

 

 

·         Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext

 

-       Soziale Kompetenzen

Die Kinder haben bei uns die Möglichkeit Beziehungen zu anderen Kindern aufzubauen und Freundschaften zu schließen, die durch Sympathie und gegenseitigen Respekt gekennzeichnet sind. Die Kinder lernen sich gegenseitig zu achten, zu schätzen, mitzufühlen, auf gegenseitige Grenzen zu achten und eigene zu setzen. (altersgemischte und geschlechtsgemischte Gruppe, Arbeit in Gesamt- und Kleingruppen, wertschätzende Betreuung…)

 

-       Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz

Wir gehören zusammen! Dies erleben die Kinder ab dem ersten Tag in unserer Einrichtung. In einer welt- und wertoffenen Gesellschaft ist es unabdingbar, dass Kinder Personen mit anderen Werten, Einstellungen und Sitten gegenüber unvoreingenommen sind. Durch das grundlegende Bedürfnis des Kindes nach sozialer Zugehörigkeit übernimmt es die Werte der Bezugsgruppe. In der Einrichtung erhält das Kind Gelegenheit, sich für Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zu interessieren und ihnen Wertschätzung entgegenzubringen.

 

-       Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme

Die Kinder lernen in unserem Hort Verantwortung für das eigene Tun und Handeln zu übernehmen. Aber auch für andere, der Umwelt und Natur gegenüber wird zunehmend verantwortungsbewusst gehandelt. (z.B. Übernahme von verschiedenen Diensten, verantwortungsbewusster Umgang mit Müll, Pflanzen und Tieren, Durchführung von  Garten- und Waldprojekten und Forschungsangeboten)

 

-       Fähigkeiten und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe

Das Akzeptieren und Einhalten von Gesprächs- und Abstimmungsregeln sowie das Einbringen und Überdenken des eigenen Standpunktes bilden die Grundlage zur Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe.

Das bedeutet, dass Kinder lernen, auf demokratischem Wege ihre Bedürfnisse durchzusetzen sowie Konflikte zu lösen – durch Gespräche und Abstimmungen (z.B. Kinderbefragung zum Thema Essen) ohne Macht und Gewalt. Kinder erwerben diese Fähigkeit, indem man ihnen Gelegenheit zur Mitsprache bietet.

Teilhabe an Demokratie bedeutet auch, dass Kinder in der Lage sind, eine eigene Position zu beziehen und nach aussen zu vertreten. (z.B. Konfliktlösungsgesprächen)

 

-       Lernmethodische Kompetenz

Die Kinder unserer Einrichtung lernen, sich bestimmte Lerntechniken anzueignen, damit sie gestellte Aufgaben selbständig lösen können. Ist dies nicht der Fall, geben wir den Kindern Hilfestellung, wie sie ihre Arbeitszeit und die Aufgaben richtig einteilen können (z.B. Unterstützung bei den Hausaufgaben) Die Kinder lernen Fragen zu stellen und wissen, wo man sich, neben dem Personal, zusätzlich noch Antworten holen kann. Ziel ist es, das Lernen zu lernen (z.B. Repertoire an Wissensbüchern und Lexika)

Durch freies kreatives Spielen und Basteln haben die Kinder die Möglichkeit, sich durch Experimentieren und Ausprobieren Lernkompetenzen anzueignen und dadurch Lösungsstrategien zu entwickeln.

 

·         Kompetenter Umgang mit Veränderungen und Belastungen

-       Widerstandsfähigkeit (Resilienz)

Resilienz ist die Grundlage für eine positive Entwicklung, Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität sowie der Grundstein für einen kompetenten Umgang mit individuellen, familiären und gesellschaftlichen Veränderungen. Wir wollen die Kinder unterstützen, dass sie sich zu einer widerstandsfähigen Persönlichkeit entwickeln. (demokratischer Erziehungsstil, Zusammenarbeit mit den Eltern, Eingewöhnung für neue Kinder…)

 

 

2.   Unser Leitbild – Prinzipien unseres Handelns für Kinder und ihre Familien

2.1  Unser Selbstverständnis – Kinder und Familien im Mittelpunkt – Bild    vom

Kind

 

Bei uns ist jedes Kind, unabhängig seiner Kultur, Religion, Hautfarbe, sozialer Herkunft willkommen!

Dabei haben wir alle Kinder im Blick, also auch Kinder mit eventuellen Behinderungen, Kinder die von Armut betroffen sind und in unterschiedlichen Familienkonstellationen aufwachsen. Unser Handeln ist geprägt von einer hohen Wertschätzung eines jeden Kindes.

Das Bild vom Kind hat sich in der Erziehungswelt in den letzten Jahren stark gewandelt. Das Kind ist um ein vielfaches selbständiger und emanzipierter geworden.

Das Streben nach Autonomie, danach sich selbst und seinen eigenen Weg zu finden, die Individualität, die Persönlichkeit und die Selbständigkeit des Kindes bilden unter Berücksichtigung der Selbstbildungsprozesse die Basis der gesamten pädagogischen Arbeit.

Jedem Kind steht sein eigener Entwicklungsweg und sein eigenes Entwicklungstempo zu, wir unterstützen es in seinen Stärken. Als pädagogische Fachkräfte erkennen wir aber auch, wann anregende und fördernde Begleitung – durch uns selbst oder durch externe Fachkräfte – notwendig ist.

In unserem Hort ermöglichen wir den Kindern, Entscheidungen zu treffen, über ihren Alltag mitzubestimmen und Verantwortung zu übernehmen.

Außerdem lernen sie, sich in einer Gruppe sozial zu verhalten und stärken ihr Selbstvertrauen, indem sie lernen, vor anderen Kindern zu sprechen, zu singen, zu spielen und vieles mehr.

 

 

Jedes Kind hat das Recht:

 

·        So akzeptiert zu werden, wie es ist und wie es lebt,

·         Akzeptiert zu werden, egal wo es herkommt,

·         Auf ehrliche Zuwendung und Wärme,

·         Als Individuum gesehen zu werden,

·         Eigene Stärken, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln

·         Auf Bestätigung, Lob und Anerkennung,

·         Auf Wahrnehmung seiner Bedürfnisse und Wünsche,

·         Sein Spiel- und Bewegungsbedürfnis auszuleben,

·         Auf Wahrung seiner Grenzen,

·         Sich zurückzuziehen und Ruhe zu suchen,

·         Seine Spielpartner selbst auszusuchen,

·         In seiner Individualität akzeptiert und respektiert zu werden.

 

 

2.2 Unser pädagogischer Ansatz

 

Wir arbeiten in unserem Kinderhort nach dem situationsorientieren Ansatz.

Situationsorientiert bedeutet für uns, dass wir uns an den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Kinder orientieren und Situationen und Themen aus dem Alltag aufgreifen und in unsere pädagogische Arbeit miteinzubeziehen.

Wir geben den Kindern die Möglichkeit, individuelle Erfahrungen und Erlebnisse zu verarbeiten und zu verstehen, bedeutsame Fragen für sich zu entwickeln und zu beantworten, Dinge auszuprobieren und dadurch Zusammenhänge zu begreifen. Dies geschieht bei uns durch Lernen, indem wir alle Entwicklungsbereiche wie Gefühle, Phantasie, Kreativität, Sprache, Motorik, Sozialverhalten, Intelligenz, Denken und Interesse ansprechen. Durch die Bewältigung erlebter Situationen und Ereignisse können die Kinder individuelle und soziale Kompetenzen auf- und ausbauen. Sie erfahren für sich, dass es sich lohnt, aktiv und lebendig zu sein.
Wir als Erzieher sehen uns nicht als Leit- sondern als Begleitpersonen des Kindes. Unsere Arbeit liegt im Beobachten, Besprechen, Zuhören, Anregen, Geben von Hilfestellungen, Zurückziehen. Einige Aktivitäten und Projekte werden mit den Kindern ausgewählt und unternommen, andere werden von den Erziehern angeregt und bei Interesse vorbereitet und durchgeführt.

 

In unserer Einrichtung gibt es nur während der Hausaufgabenzeit eine feste Gruppenstruktur. Der Tag wird nicht die ganze Zeit mit vorgegebenen Angeboten verplant.

In der Freispielzeit haben die Kinder die Möglichkeit ihre Spielpartner, ihren Spielort, das Spielangebot und die Spieldauer selbst zu wählen.

Nur so ist es möglich, dass die Kinder ihre Freiheiten und Neigungen ausleben und ihren eigenen Bedürfnissen nachgehen können.

Im Freispiel sind die Kinder jedoch nicht unbeaufsichtigt!

Die Betreuer stellen den Kindern Material zur Verfügung,  geben ihnen geeignete Spiel- und Freiräume, stehen bei Konfliktsituationen wenn nötig zur Seite, spielen mit, leiten Impulse oder Anregungen weiter, sind bei Fragen und Problemen jederzeit offen und nehmen sich bewusst Zeit für die Bedürfnisse der einzelnen Kinder.

Ein positives Gruppenklima und gute Teamarbeit sind Voraussetzungen für eine gute pädagogische Arbeit. Ein Team ist mehr als die Summe seiner Mitglieder, es zeichnet sich aus durch Kommunikation und Kooperation, Offenheit und Vertrauen, Verantwortlichkeit untereinander und kritische Rückmeldungen. Deshalb wird in unserer Einrichtung auf regelmäßige Teamsitzungen besonders viel Wert gelegt, um zeitnah zu reflektieren und bei Problemen oder Unstimmigkeiten schnell handeln zu können.

 

 

2.3 Gemeinwesenorientierung unserer Arbeit – unser lokales Netzwerk

 

Der Besuch des Hortes bedeutet für das Kind, dass es neben der Schule einer weiteren ergänzenden Bildungs- und Erziehungseinrichtung angehört. Die Erziehung, Förderung und Betreuung unserer Hortkinder setzt deshalb eine enge Zusammenarbeit zwischen Familie, Schule und Hort voraus. (Kontaktgespräche mit Lehrern, Teilnahme an Lehrerkonferenz, regelmäßiger Austausch)

 

Da bei einigen Kindern, die von uns erkannten Entwicklungsauffälligkeiten- und Verzögerungen nur bedingt gefördert werden können und unsere Fördermöglichkeiten übersteigen, werden Fachdienste (SPZ, Erziehungsberatungsstelle, Ergotherapeuten, Logopäden, Kinderärzte, Kinderschutzbund, Schulpsychologen…) hinzugezogen, die uns und den Eltern mit Ratschlägen zur Seite stehen.

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Durch regelmäßige Leiterinnentreffen mit anderen AWO-Einrichtungen und Kindertagesstätten versuchen wir pädagogische Probleme gemeinsam zu lösen, Verbesserungsmöglichkeiten zu beraten, Erfahrungen auszutauschen und verschiedene Aktivitäten zu planen. (gemeinsames Fußballturnier und Kinderfest, Ferienprogramm, Verkaufsstände, Spendenaktionen…)

 

Gerade bei Entscheidungsprozessen ist die Zusammenarbeit mit dem Träger und dem Stadtjugendamt wichtig. Der Träger hat letztendlich die Verantwortung und die Aufgabe der Betriebsführung für die Einrichtung.

 

Als Ort für Kinder und deren Familien bietet der Hort die Möglichkeit, dass Eltern und andere Interessierte „offene Türen“ vorfinden.

Um Außenstehenden Einblicke in unsere Einrichtung und unsere Arbeit zu ermöglichen, verfügt unsere Einrichtung über eine eigene Homepage und über Veranstaltungen… wird auch in der Tageszeitung berichtet.

Bei Besuchen  z.B. im Museum, öffentlichen Schwimmbädern und Spielplätzen lernen die Kinder ihre regionale Umgebung kennen. Durch Erleben örtlicher kultureller Angebote und Besuchen von z.B. Feuerwehr und Rettungsdienststelle bildet die Kinder im Gemeinwesen zusätzlich.

 

 

2.4 Bildungsqualität und Innovation – Unsere Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung

 

Um zu untersuchen, was die Bildungsqualität in Kindertageseinrichtungen ausmacht, spielen folgende Qualitätsdimensionen die entscheidenden Rollen:

·         Orientierungsqualität

·         Strukturqualität

·         Organisations- und Managementqualität

·         Prozessqualität

·         Ergebnisqualität

 

 

Qualitätsdimensionen in unserer Einrichtung

Orientierungsqualität bezieht sich darauf, wie klar und differenziert die pädagogischen Ziele einer Einrichtung formuliert sind und inwieweit sich diese Ziele im päd. Handeln niederschlagen. (Konzeption, Reflexionen, Dokumentationen…)

 

Strukturqualität zeigt sich darin, wie gut eine Einrichtung sachlich, räumlich und personell ausgestattet ist. Sie misst sich in der Gruppengröße und dem Betreuer-Kind-Schlüssel, in der Vorbereitungszeit für die „Arbeit am Kind“ oder auch im Ausbildungsniveau der pädagogischen Fachkräfte. (Fortbildungen – Fachzeitschriften für Personal, elektronische Medien, qualifiziertes Fachpersonal, regelmäßige Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten, regelmäßige Erweiterung und Erneuerung der Spielmaterialien…)

 

Zur Organisations- und Managementqualität gehören neben der fachlichen Leitung die Bewirtschaftung und Personalführung, die Kooperation mit den Eltern und die Öffentlichkeitsarbeit sowie Kontakte mit dem Träger, mit Behörden usw.

Ein gutes Management gilt als Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit des Personals in der Gestaltung der pädagogischen Prozesse mit den Kindern. (Fachberatung bei Fragen und Problemen, regelmäßige Leiterinnenkonferenzen, wöchentliche Teamsitzungen, gemeinsame Feste und Feiern, Pressearbeit, Zusammenarbeit mit anderen Kindertagesstätten…)

 

Prozessqualität bezieht sich auf die zentralen Interaktionen zwischen dem Kind und pädagogischen Bezugspersonen, zwischen den Kindern, im pädagogischen Team und zwischen Eltern und Erzieherinnen. Die Qualität dieser Prozesse zeigt sich in der Lernatmosphäre und den Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten des Kindes. (Elternfragebögen, Kinderfragebögen, Kinderkonferenzen, Elterngespräche, Elternbeiratssitzungen…)

 

Ergebnisqualität misst sich an Entwicklungs-und Bildungsergebnissen der Kinder: in der kognitiven, motorischen, sprachlichen Entwicklung, sozialen Kompetenzen, der emotionalen Ausgeglichenheit, Bewältigungskompetenzen im Alltag. (Beobachtungsbögen, Eltern- und Lehrergespräche, Lernmaterialien, Förderangebote, Zusammenarbeit mit Fachdiensten…)

 

Um unsere Arbeit immer zu optimieren und so gut auf die Kinder abzustimmen, wie es geht, sind uns die regelmäßigen Teamsitzungen in der Einrichtung sehr wichtig. Nur so können Unstimmigkeiten, Verbesserungsvorschläge, Beobachtungen… genau reflektiert und bearbeitet werden.

 

In unserer Einrichtung wird auch viel Wert darauf gelegt, dass das Team sich durch Fortbildungen immer weiterentwickelt oder Defizite aufarbeitet.

z. B. finden jährlich für das gesamte Team eine Erste-Hilfe-Kurs-Auffrischung und eine Belehrung des Infektionsschutzgesetzes und der UVV durch unseren Sicherheitsbeauftragten statt. Ebenso wird jährlich eine Brandschutzunterweisung durchgeführt.

Ansonsten nehmen die Teammitglieder je nach Notwendigkeit und Interesse an verschiedenen Fortbildungen teil, die durch unterschiedlichen Institute und Organisationen wie AWO, Caritas, Impulse…angeboten werden.

 

 

 

3.  Übergänge des Kindes im Bildungsverlauf – Übergang vom Kindergarten in den Hort

 

Uns ist es besonders wichtig, dass sich die Kinder von Anfang an in unserer Einrichtung wohl fühlen.

Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule und den Hort ist ein einschneidendes Ereignis im Leben eines Kindes und seiner Familie. Von seinem Gelingen hängt die Bewältigung weiterer Übergänge ab.

Vom Kindergarten in den Hort zu wechseln bedeutet für das Kind einen Statusgewinn. Aus dem Kindergartenkind wird ein Schulkind. Mit dem neuen Status erwirbt das Kind mehr Unabhängigkeit und neue Kompetenzen.

Dazu gehören in besonderem Maße Sozialkompetenzen, Frustrationstoleranz, Selbstbewusstsein und die Bereitschaft, in einer Gruppe zu lernen.

Kinder müssen lernen mit neuen Strukturen und Inhalten umzugehen.

 

Im Augenblick arbeiten wir mit drei Kindergärten in unserem Einzugsgebiet zusammen.

Kindergarten St. Konrad – Hacklberg, Kindergarten St. Korona – Patriching, Kindergarten St. Salvator – Schalding l.d.D.

 

 

Gezielte Maßnahmen in unserer Einrichtung:

·         Einrichtungsleitung ist bei der Schuleinschreibung anwesend und informiert alle Eltern über der Hort (Infomaterial, Flyer…)

·         Gute Zusammenarbeit mit den Kindergärten, Absprache bei auffälligen Kindern…

·         Schnuppertag – Kindergartenkinder besuchen den Hort

·         Ausführliches Anmeldegespräch vor Aufnahme des Kindes

·         Informationselternabend vor Horteintritt

·         Auf Wunsch sind für das einzelne Kind Schnuppertage im Hort möglich

·         Bei Aufnahme erfolgt eine Eingewöhnungswoche in der ersten Schulwoche, in der die Kinder in Ruhe die Einrichtung kennenlernen können (Stundenstaffelung)

·         Regelmäßige Elterngespräche bzw. Tür- und Angelgespräche

 

 

4.  Bildung und Erziehung – unser Angebot für Kinder

4.1 Grundprinzipien der Bildungs- und Erziehungsarbeit

4.1.1     Mitwirkung der Kinder/Patizipation

Kinder haben das Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen entsprechend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden. In unserer Einrichtung leben wir die Partizipation, in dem die Kinder sich in ihren Bedürfnissen und Interessen ernst genommen fühlen.Die Kinder in unserer Einrichtung werden grundsätzlich in allen Bereichen, so gut wie es möglich ist, miteinbezogen.

·  Raumkonzept: z. B. bei der Dekoration der Räumlichkeiten   durch  Bastelvorschläge, Bastelarbeiten, Fensterbemalungen…

·   Regelabsprachen: z. B. die Hortregeln wurden mit den Kindern erarbeitet, besprochen und müssen auch eingehalten werden.

·    Feste und Feiern: Die Kinder bringen sich bei Festen durch Auftritte und ihr Mitwirken ein.

·     Essensauswahl: bei der Auswahl der Speisen wird darauf geachtet, dass es Gerichte sind, die der Mehrheit der Kinder schmeckt. Die Kinder dürfen auch Essenswünsche äußern, die nach Möglichkeit berücksichtigt werden.

·    Fragebögen: Die Kinder dürfen anhand eines Fragebogens einmal jährlich ihre Meinung zu Mittagessen, Spielmaterialien, Personal, Raumkonzept… mitteilen.

·    Arbeitsdienste: In unserer Einrichtung gibt es verschiedene Dienste, um die sich die Kinder kümmern. Darunter fallen z. B. Tische abwischen nach dem Mittagessen, Nachspeisen austeilen, Müll wegbringen… Die Kinder übernehmen diese kleinen Aufgaben abwechselnd, so dass jeder einmal an der Reihe ist.

·  Auswahl der Spielmaterialien: Die Kinder können ihre Spielmaterialien und die Spielzeit selbst bestimmen. Auch bei der Anschaffung von neuen Spielmaterialien wird versucht, auf  die Vorlieben und Wünsche der Kinder Rücksicht zu nehmen. Auch bei Projekten, Freizeit- und Ferienprogrammen stehen die Interessen der Kinder im Vordergrund.

·   Auswahl des Spielpartners: Die Kinder entscheiden selbst, mit welchem Kind sie  spielen möchten.

 

4.1.2     Individuelle Unterschiede der Kinder als Bereicherung

Geschlecht: Alle Kinder werden in gleicher Weise behandelt und jeder hat das Recht seine Meinung frei zu äußern, Geborgenheit und ein ausgeglichenes Miteinander zu erfahren.

Alter: Wir betreuen Kinder im Alter von 6 – 11 Jahren, die sich gegenseitig unterstützen und Rücksicht aufeinander nehmen. Die Größeren helfen den Kleineren in ihrem Tun und Handeln.

Kulturelle Herkunft und Religion: Das bedeutet, auch Kinder aus anderen Ländern und Kulturen werden in ihrer Religion und Weltanschauung respektiert und akzeptiert z. B. Moslems essen bei uns kein Schweinefleisch…

Behinderung und Auffälligkeiten: Auch Kinder die andere Denk- und Verhaltensweisen aufzeigen wie z. B. Sprachauffälligkeiten, Entwicklungsverzögerungen… sind bei uns willkommen und haben die Möglichkeit sich frei zu entfalten. Im Umgang mit Gleichaltrigen lernen die Kinder mit Sympathie und Antipathie umzugehen, sich gegenseitig zu achten und zu schätzen und Freundschaften zu schließen.

Kinder mit einer nachgewiesenen Behinderung können  in unserer Einrichtung nur nach genauer und individueller Prüfung der Integrationskriterien aufgenommen werden

 

 

Talente und Begabungen: Kinder die eine besondere Begabung aufzeigen, werden gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten, in unserer Einrichtung unterstützt, diese Talente auszuleben.

So haben Fußballspieler die Möglichkeit bei einem organisierten Turnier mitzuspielen.

Auch eine musische Einbringung bei Veranstaltungen ist immer gerne gesehen.

 

 

4.1.3     Anregende Lernumgebung und Exkursionen

Der Kinderhort Hacklberg hat 3 Gruppenräume mit verschiedenen Spielecken.

In der Bauecke können sich die Kinder mit verschiedenen Konstruktionsmaterialien wie z. B. Lego, Bausteine, Spielautos… beschäftigen.

Die Puppenecke ist mit einer Puppenküche, Babypuppen, Verkleidungsmöglichkeiten… ausgestattet. Die Kinder haben hier die Möglichkeit, in Rollenspielen… ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen und sich auszuleben.

Ebenso gibt es Rückzugsmöglichkeiten in den „Kuschelecken“. Hier besteht die Möglichkeit zum Lesen, Relaxen und Entspannen.

Die Mal – und Bastelbereiche sind für die Kinder immer frei zugänglich.

Mit verschiedenen Materialien (buntes Papier, Filzstifte, Buntstifte, Kleber, Wolle, Scheren…) können sie sich kreativ ausleben und ihre eigenen Kunstwerke individuell gestalten.

Unsere großen Spieltische bieten viel Platz für die Kinder, um Brettspiele, Puzzles, Kartenspiele … zu spielen und mit ihren Freunden Spaß zu haben.

Der kleine Intensivraum verfügt über einen Kicker, eine große Maltafel und Tische und Stühle. Dort spielen die Kinder oft „Schule“.

In diesem Raum finden auch gezielte Angebote in Kleingruppen statt sowie Förderangebote mit einzelnen Kindern.

Für die Essensausgabe, den Getränkeverkauf und die Nachmittagspause wird die Küche genutzt.

Da wir Kinder  unterschiedlichen Alters und Größen betreuen, wurde auch Wert darauf gelegt, dass die Bestuhlung unterschiedlich hoch ist.

Zusätzlich darf der Hort nach Absprache über die Turnhalle in der Schule verfügen.

Hier können die Kinder bei schlechtem Wetter Fußballspielen, sich Bewegungsbaustellen bauen und sich austoben.

Der angrenzende Wald und das Hortgelände bieten den Kindern vielfältige Möglichkeiten zur Bewegung. (z.B. Lager und Parcour bauen)

Die Kinder können sich aus dem Spielzeugschuppen verschiedene Spielsachen wie Roller, Tennisschläger, Bälle… herausnehmen.

Außerdem befinden sich am Außengelände ein Bodentrampolin, ein großer Sandkasten, ein Kletterturm, ein Sitzkarusell.

Zusätzlich dürfen wir die Tischtennisplatte und den Fussballplatz der Grundschule täglich mitbenutzen.

Desweiteren bieten wir im Aussenbereich in den Sommermonaten den Kindern eine Kinderwerkstatt. Darin können sie handwerklichen Tätigkeiten, wie z:B. hammern und sägen ausprobieren.

Um die Kinder bei den Hausaufgaben räumlich besser trennen zu können, dürfen wir am Nachmittag auch Klassenzimmer für die Hausaufgabenbetreuung der Kinder benutzen.

 

 

4.1.4     Ganzheitliche Bildung – Lernen in Projekten und Alltagssituationen

Der Begriff ganzheitliche Bildung steht allgemein für einen umfassenden Entwicklungsprozess des Menschen, bei dem er sowohl seine geistigen, kulturellen und lebenspraktischen Fähigkeiten als auch seine personalen und sozialen Kompetenzen erweitert.

Ganzheitliche Bildung bezieht also die ganze Person mit allen Persönlichkeitsanteilen ein.

In unserem Hort lernen die Kinder in erster Linie in Alltagssituationen und am Vorbild.

Die Kinder werden so gut es geht in den gesamten Alltag miteingebunden.

Um die Kinder nicht zu überfordern, versuchen wir viele Lernbereiche spielerisch umzusetzen und zur Vertiefung regelmäßig zu wiederholen.

 

Beispiele aus der Praxis:

·     Hauswirtschaftliche Tätigkeiten (Kinder helfen bei der Reinigung der Esstische)

·      Erziehung zur Selbständigkeit (Kinder dürfen nach Absprache ohne Aufsicht in den Garten)

·      Motorische Förderung (Fein- und Grobmotorik werden durch Bastel- und Bewegungsangebote gefördert)

·     Kognitive Bildung (Lern- bzw. Hausaufgabenzeit, Sachbücher, Denk- und Förderspiele…)

·   Emotionale Förderung (Hilfsbereitschaft, Gefühle dürfen gezeigt werden)

·    Kreative Förderung (Kinder bekommen in der Freispielzeit versch. Bastelmaterialien zur Verfügung gestellt, Benutzung der Kinderwerkstatt, Kreativangebote

·   Soziale Integration (Wir-Gefühl, friedliches Zusammenleben in der Gruppen)

 

In unserer Einrichtung gibt es in der Regel kein festes Jahresthema.

 

4.1.5 Angebotsvielfalt – Planung und Dokumentation der Bildungsarbeit in der

Einrichtung

 

Am Anfang des Schuljahres wird in Teamsitzungen eine grobe Jahresplanung festgelegt. Hierbei werden Zuständigkeiten aufgeteilt.

Es finden zwei Sitzungen pro Woche statt. In der einen werden organisatorische Themen wie Planung von Festen, Ferienbetreuung etc. bearbeitet und sich über allgemeine Themen ausgetauscht.

In der 2. Sitzung werden Beobachtungen zu einzelnen Kindern besprochen. Eventuelle Lösungsstrategien bei Problemen werden gemeinsam erarbeitet.

Die Teamsitzungen werden protokolliert.

 

Unser gesamter Alltag ist genau geplant z. B.:

·         Mittagsverpflegung und Nachmittagspause

·         Hausaufgabenbetreuung

·         Planung von Festen und Feiern

·         Elternarbeit bzw. Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat

·         Zusammenarbeit mit der Grundschule

·         Ferienmaßnahmen

·         Freispielzeit

 

Laut den Beispielen sind Beobachtung, Planung und Dokumentation immer eng miteinander verknüpft.

Gerade im Hinblick auf die Lernbereitschaft, den Entwicklungsstand und die Lernfortschritte sind Dokumentationen von enormer Wichtigkeit.

So werden z. B. in unserer Einrichtung zweimal jährlich Beobachtungsbögen von jedem Kind geführt.

Außerdem werden bei besonderen Ereignissen und Vorkommnissen Aufzeichnungen im Kinderakt hinterlegt.

Um den regelmäßigen Hortbesuch der Kinder zu dokumentieren, führen wir täglich eine Anwesenheitsliste von jedem Kind.

 

 

4.2     Umsetzung der Bildungs- und Erziehungsziele

 

4.2.1     Wertorientierung und verantwortungsvoll handelnde Kinder

Da wir keine katholische Einrichtung sind, werden kirchliche Feste in unserer Einrichtung nur bedingt gefeiert.

Dennoch ist es uns wichtig, dass die Kinder verschiedene Bräuche und Feste und ihre Hintergründe kennenlernen dürfen.

In unserem Hort begegnen wir verschiedenen Religionen und sind für jeden Glauben offen.

Das Miterleben von Gemeinschaft, Freundschaft, Festen  und Ritualen sowie die Begegnung mit Zeichen und Symbolen können helfen, Eigenes und Fremdes zu erschließen.

Uns ist wichtig, dass die Kinder lernen, sich in die Situation Anderer einzufühlen und Hilfsbereitschaft zu zeigen. Eigene Wünsche, Bedürfnisse und Meinungen dürfen aber selbstverständlich zum Ausdruck gebracht werden.

Die Kinder sollen lernen, sich der eigenen Gefühle bewusst zu werden, sie zu akzeptieren und über sie nachdenken zu können.

Dennoch ist es in der Gemeinschaft unumgänglich, Grenzen und Regeln zu berücksichtigen, Kompromisse zu schließen und teamfähig zu sein. Werte und Normen werden durch das Hortpersonal vermittelt und vorgelebt.

 

Beispiele aus der Einrichtung:

·         Muslime essen kein Schweinefleisch

·         Umgangsformen werden vertieft (Begrüßung, Verabschiedung…)

·         Bei Geburtstagen wird das Kind in den Mittelpunkt gestellt (Geburtstagstisch, Lied wird gesungen…)

·         Feste zum Jahreskreis

·         Gegenseitiges Helfen im Alltag

·         Konfliktlösungsgespräche mit dem Kind

 

4.2.2     Sprach- und mediengewandte Kinder

Sprache entwickelt sich während der ganzen Kindheit in vielen verschiedenen Situationen. Uns liegt die Weiterentwicklung der Sprachkenntnisse der Kinder in Form von Wortschatzerweiterung, Rechtschreibung, Satzbau und Sprachverständnis am Herzen. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil in unserer Hausaufgabenbetreuung, aber auch im täglichen Austausch zwischen Betreuer und Kind werden die Sprachkenntnisse erweitert. Kinder mit Migrationshintergrund werden individuell gefördert.

 

Medien sind maßgebliche Faktoren des modernen Zusammenlebens. Sie sind dementsprechend alltäglicher Bestanteil der individuellen Lebensführung. Von klein auf kommen die Kinder mit verschiedenen Medien in Berührung, nur so können die Kinder später ihr Berufsleben souverän mitgestalten.  In unserer Einrichtung verwenden wir traditionelle Medien, wie Bilderbücher oder Hörbucher. Aber auch Internetplattformen (z.B. Aufklärungsfilme über Mülltrennung)  und Fernsehen (im Form vom Filmen) stehen zur Verfügung.

Das Internet steht für Recherchen (z.B. bei Wissensfragen und für Recherche bei Referaten) in Begleitung des Personals zur Verfügung.

 

Beispiele aus der Einrichtung:

·         Leseübungen in der Hausaufgabenzeit

·         Freier Zugang zu Bilderbüchern, Sach- und Wissensbücher

·         Gezielte Sprachförderung (Sprechübung, …)

·         Fotowand

·         Fotografieren bei Festen

·         Altersgerechte Filme in der Ferienbetreuung

·         Lernspiele

 

4.2.3     Fragende und forschende Kinder

Mathematische Bildung erlangt in der heutigen Wissensgesellschaft eine zentrale Bedeutung. Ohne mathematisches Grundverständnis ist ein Zurechtkommen im Alltag nicht möglich.  So ist in der Schule Mathematik ein fester Bestandteil des täglichen Lernens unserer Hortkinder. Das pädagogische Personal vertieft individuell in den Hausaufgaben den Lernstoff der Kinder und fördert bei Lernschwierigkeiten. Im Hort können verschiedene Getränke erworben werden, hierbei erlernen die Kinder den Umgang mit Geld. Unsere Bauecke kann als frei wählbarer Bereich bespielt werden, so können die Kinder direkt geometrische Formen, Mengen und Längen und mathematische Gesetzmäßigkeiten erfassen.

Situationsorientiert beschäftigen wir uns mit naturwissenschaftlichen Themen und der Umwelt, wie z. B. die Blätter färben sich im Herbst bunt, wir finden einen Feuersalamander oder einen Fasan im Wald. Die Fragen der Kinder werden erörtert oder auch gemeinsam nach Informationen gesucht. Bei verschiedenen Ausflügen in Zoos oder Tierparks wird der Umgang mit Tieren und deren Bedürfnisse erörtert. Bei verschiedenen Experimenten erwerben die Kinder die Fähigkeit naturwissenschaftliche Phänomene zu verstehen. Durch die direkte Lage am Waldrand gibt es immer wieder Neues zu entdecken und wahrzunehmen.

 

Beispiele aus der Einrichtung:

·         Verschiedene Bastelarbeiten (basteln mit gepressten Blättern, …)

·         Hausaufgaben

·         Konstruktionsspiele

·         Mülltrennung

·         Insektengläser und Mikroskope

 

 

4.2.4     Künstlerisch aktive Kinder

Kinder handeln von Geburt an musikalisch und künstlerisch. Mit Neugier und Faszination begegnen sie der Welt der Musik. Sie haben Freude daran, den Geräuschen, Tönen und Klängen in ihrer Umgebung zu lauschen und diese selbst zu produzieren.

Gehörte Musik setzen Kinder in der Regel spontan in Tanz und Bewegung um.

Musik ist ein Teil der Erlebniswelt.

Die Kinder sollen Musik als Quelle von Freude und Entspannung, sowie als Anregung zur Kreativität erfahren.

In unseren unterschiedlichen Angeboten lernen die Kinder ihre Umwelt in Formen, Farben und Bewegungen wahrzunehmen und das Wahrgenommene schöpferisch und kreativ umzusetzen.

Die eigenen Gestaltungs- und Ausdruckswege werden entdeckt und es wird dabei die Vielfalt und Beweglichkeit im Denken und Handeln entfaltet.

Durch vielseitige Anreize, die durch die Einrichtung geboten werden, lernt das Kind spielerisch-kreativ mit seiner Fantasie umzugehen und sie in verschiedenen Bereichen einzusetzen.

 

Beispiele aus der Einrichtung:

·     Ausführung von Liedern und Tänzen bei den verschiedenen Festen

·     Umgang mit Musikinstrumenten/ Basteln von Musikinstrumenten

·     Beschäftigung einer Kunsttherapeutin in unserer Einrichtung

·    Kinder haben immer Zugang zu verschiedenen Bastelmaterialien     und Verpackungsmaterial und Stoffreste…(freies Gestalten)

·     gezielte musische- und künstlerische Angebote werden an unserem  Projekttag angeboten

·    Kennenlernen der verschiedenen Bastelmaterialien und Werkzeuge (Kinderwerkstatt)

·     Besuch verschiedener Museen (Oberhaus, Römermuseum, Museum Moderne Kunst…)

 

4.2.5     Starke Kinder

Bewegung spielt in der positiven Entwicklung der Kinder eine große Rolle. Insbesondere unsere Hortkinder brauchen einen Ausgleich zum kognitiven Leistungsdruck in der Schule. Nur so können sie später während der Hausaufgabenzeit wieder ruhig und konzentriert weiterarbeiten. Wir bieten den Kindern viele verschiedene Möglichkeiten in unserem großen Außengelände. Dort können sie ihren Bewegungsdrang ausleben. Zudem können wir zweimal wöchentlich den Turnraum der Schule nutzen und dort gezielte Bewegungsspiele anbieten und so die Kinder in ihren motorischen und sozialen Fähigkeiten unterstützen und fördern.

 

Ein wichtiger Bestandteil unserer Gesundheitserziehung ist das gemeinsame Mittagessen. Bei der Auswahl der Speisen wird auf eine ausgewogene Ernährung geachtet. Zu jedem Hauptgericht gibt es einen Salat, sowie regelmäßig Obst als Nachspeise. Uns ist es wichtig, die Kinderwünsche bei der Wahl der Speisen zu berücksichtigen. Jedes Kind kann die Essensmenge selbst bestimmen. Es besteht die Möglichkeit, dass sich die Kinder Getränke im Hort kaufen. Nachmittags können die Kinder noch einmal mitgebrachte Brotzeit essen oder sich einen kleinen Snack kaufen.

Unsere Großgruppe ist hierbei in zwei oder drei Essensgruppen aufgeteilt, diese richten sich nach dem Schulschluss der Kinder. Hierbei können die Kinder ihre Tischpartner frei wählen. Es wird darauf geachtet, dass gewisse Körperpflegemaßnahmen vor dem Essen oder nach dem Toilettengang stattfinden (Hände waschen). Tischmanieren werden mit den Kindern besprochen und auf die Durchführung wird geachtet. Auch die Betreuer sind hier Vorbild für die Kinder.

Nach dem Mittagessen fallen verschiedene Aufräumarbeiten an, bei denen die Kinder mithelfen sollen. Hierbei werden auch grundlegende hauswirtschaftliche Tätigkeiten erlernt, wie z. B. zusammenkehren, Tisch abwischen, Mülltrennung,…

 

Beispiele aus der Einrichtung:

·   Bewegungsförderndes Außengelände: Fußballplatz, verschiedene Fahrzeuge und Außenspielgeräte, Trampolin, Kletterturm, Sandkasten, Abenteuerhaus und ein angrenzendes Waldgrundstück

·     Gezielte Bewegungsangebote in Projektgruppen

·     Rückzugsmöglichkeiten: Couch, Ecke unter der Treppe

·     Vorbildfunktion bei Hygienemaßnahmen (Hände waschen, saubere     Kleidung, …)

 

4.3.  Inklusion

 

Normalität ist die Unterschiedlichkeit der Menschen!

Inklusion heißt,

In der Grundschule Hacklberg wird seit September 2017 die Beschulung von Kindern mit Inklusionshintergrund angeboten.

Dadurch ergibt sich auch, dass Kinder mit Behinderung das Betreuungsangebot am Nachmittag in unserem Hort in Anspruch nehmen möchten.

Kinder mit schwerer Körperbehinderungen oder schwerer geistiger Behinderung können wir

in unserer Einrichtung aus räumlichen und pädagogischen Gründen nicht betreuen.

Vor der Aufnahme von Kindern mit Behinderung sollte eine sorgfältige Reflexion der Gruppenzusammensetzung erfolgen. Es sind z.B. die Persönlichkeit der Kinder und die Eigenart der jeweiligen Behinderung zu berücksichtigen.

Wir wollen jedoch immer individuell und durch ein persönliches Gespräch entscheiden.

 

Kinder mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ machen den größten Anteil der inklusiv beschulten Schüler aus. Sie sind auf individuelle Lernangebote, gezielte Unterstützung und viel Verständnis und Geduld angewiesen.

Wie bedeutsam die Sprachkompetenz für die Beziehungsgestaltung, für die Bewältigung des Alltags und der schulischen Anforderung ist, wird besonders deutlich, wenn ein Kind darin Entwicklungsrückstände hat. Eine mangelnde Sprachkompetenz kann so eine bestehende Lernbeeinträchtigung verstärken.

Die größte Herausforderung sind die Kinder mit dem Förderbedarf „sozial-emotionale Entwicklung“.

Wenn ein Kind häufig und massiv den Hortalltag stört, unentwegt mit seinen Gruppenmitgliedern aneinandergerät und sich Erziehungsprobleme auftürmen, belastet dies den Alltag sehr.

Unser Ziel ist es, bei diesen Kindern die emotionalen und sozialen Kompetenzen so zu stärken, dass das Kind bestmöglich schulisch und gesellschaftlich eingegliedert werden kann.

 

 

Soziale Integration in die Regelgruppe

 

Für alle Formen von sonderpädagogischem Förderbedarf gelten Grundsätze, die den gegenseitigen Respekt und die Toleranz gegenüber dem Anderssein fördern.

 

Umsetzung in unserer Einrichtung:

 

·  Strukturierter Tagesablauf (z.B. feste Essens-, Spiel- und Hausaufgabenzeiten)

·      Konsequenter, orientierter Erziehungsstil

· Konstante Bezugspersonen (jede Betreuerin hat ihren gleichbleibenden Einsatzort in den Hausaufgabengruppen, Freispielzeit, Mittagsessen, …)

·   Aufklärung der Kinder über Behinderungen (durch Bücher, Gespräche, Filme, …)

·   Einsatz von Verstärkersystemen (Lob bei positivem Verhalten,    Bonuskarten, …)

·     Respektvoller Umgangston, wertschätzender Umgang

·     Beziehung zum Problemkind pflegen

·    Regeln aufstellen und auf die Einhaltung bestehen ( keine Diskussion, negative Sanktionen …)

·   Verantwortung übertragen (kleinere Aufgaben in der Einrichtung übernehmen, dem Erzieher bei diversen Aufgaben helfen …)

·      Mit den Ressourcen des Kinders arbeiten

 

Lerndifferenzierte Hausaufgabenbetreuung

 

Damit die Betreuer bei den Hausaufgaben auf die besonderen Bedürfnisse der behinderten Kinder eingehen können, brauchen sie Verständnis für die Besonderheiten des Lernens und Verhaltens der Kinder.

 

Umsetzung in unserer Einrichtung:

 

·     Kleingruppe von 4 Kindern bei der Hausaufgabe

·    Einzelförderung bei der Hausaufgabe durch das Hortpersonal bzw. ehrenamtliche Lernhelferin

·    Motivierende Lernatmosphäre gestalten (z.B. einfachere bzw.weniger Hausaufgaben, Lernziele orientieren sich am Kind, in kleinen Schritten arbeiten, regelmässiger Austausch mit den Lehrern

·  Einsatz von Hilfsmitteln und Anschauungsmaterialien (z.B. Rechenschieber, Legeplättchen u.ä.)

·  Intensive Zusammenarbeit mit der Schule (z.B. Erzieher-Lehrergespräche über Leistungsstand und Fördermöglichkeiten)

·     Erstellen von Förderplänen

 

 

Fachpersonal bzw. Erwerb von Fachkenntnissen

 

·         Fortbildungen und Schulung des Personals

·         Kooperation mit Fachdiensten wie KJP, SPZ, Psychologen usw

·         Erwerb von Fachliteratur

·         Regelmäßige Teamsitzungen und Gespräche

·   Regelmäßiger Austausch mit den Eltern oder den      Erziehungsberechtigten von Integrationskinder

 

 

 

5.  Bildungs- und Erziehungspartnerschaften – unser Angebot für Eltern

Elternarbeit – oder besser ausgedrückt die Zusammenarbeit mit Eltern – ist eine der wichtigsten, aber auch schwierigsten Aufgaben. Der Hort als familienergänzende Einrichtung hat den gesetzlichen Auftrag, Eltern in die Arbeit einzubeziehen, die Erzieherinnen sollen mit den Erziehungsberechtigten zum Wohle der Kinder zusammenarbeiten. Die Elternarbeit hat einen hohen Stellenwert, weil unsere Arbeit nur mit den Eltern und nicht gegen sie erfolgreich sein und Anerkennung finden kann.

Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Hort und Eltern

·   Eltern und Erzieher bauen einen Bezug und damit auch ein ist Vertrauensverhältnis auf.

·     Die Zusammenarbeit ist für Informationen und Mitteilungen nötig.

·  Sie ermöglicht individuelle, gegenseitige Beratung, trägt zur Kooperation bei und ist die Grundlage für eine gemeinsame, positive Erziehungsarbeit.

Es gibt eine große Anzahl von Möglichkeiten, die Mitarbeit der Eltern im Hort durchzuführen. Von welchen Gebrauch gemacht wird, hängt von der jeweiligen Hortsituation, von den Bedürfnissen der Eltern, der Einsatzbereitschaft der Erzieherinnen und den Zielsetzungen in der Elternarbeit.

·  Gespräche: Aufnahmegespräche, „Tür- und Angelgespräche“, Telefonate, Beratungsgespräche…

·      Elternabende: Infoabend, Bastelabende, Hortbesichtigung…

·     Veranstaltungen: AWO-Kinderfest, Weihnachtsfeier, Beteiligung    am Kinderfest

·    Indirekter Kontakt: regelmäßige Elternbriefe, Infotafel und Aushänge in der Einrichtung, Konzeption, Elternbefragungen…

·     Elternbeirat: Mithilfe und Miteinbezug des Elternbeirates bei Festen, Veranstaltungen, Elternkontakt, Problemen…

Der Hort ersetzt nicht die Eltern und ihre Verantwortung. Wir erwarten, dass Eltern ihre Kinder auf sozialem und schulischem Gebiet fördern. Als Unterstützung wünschen wir uns ein reges Interesse der Eltern am Leben des Kindes bei uns.

Praktische Beispiele aus dem Schuljahr 2017/2018:

·    Elternbeirat unterstützt uns beim Herbstfest durch Verkauf von Essen und Getränken, Hilfe beim Auf- und Abbau, Organisation von Materialien…

·  Eltern helfen bei der Adventsfeier durch Plätzchen- und Glühweinspenden

·      Verkauf von Kaffee- und Kuchen beim Kinderfest…

·    Die Eltern bekommen in der Regel monatlich einen Elternbrief mit den wichtigsten Informationen über Feste, Feiern, Änderungen…

·      Zu „Problemgesprächen“ werden Lehrer, Fachdienste, Jugendamt…hinzugezogen, um den Eltern Hilfestellung zu geben

·   Die Eltern können bei Bedarf jeder Zeit Gesprächstermine mit der jeweiligen Erzieherin vereinbaren und sich so Hilfe, Anregungen… holen.

·     Die Eltern spenden Obst und Gemüse für die Nachmittagspause

·   Wir wenden uns an die Eltern, falls wir Bastelmaterial benötigen (Stoff- und Wollreste, Holzreste für die Kinderwerkstatt, Recyclingmaterial zum Basteln, etc. )

 

6. Ausblick: Verbesserung und Weiterentwicklung unserer Einrichtung: geplante Veränderungen

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht immer das Kind.

Deshalb versuchen wir die Wünsche der Kinder aufzugreifen und umzusetzen.

Durch unsere jährlichen Eltern- und Kinderfragebögen, erhalten wir ganz konkrete Rückmeldungen.

Jeder Erzieherin ist gleichbleibende Hausaufgabengruppe zugeteilt, um den Kinder Stabilität zu bieten.

 

Unsere pädagogische Arbeit liegt im Augenblick darin, die Umgangsregeln und Umgangsformen der Kinder noch mehr zu festigen und die sozialen Kompetenzen zu stärken. Wir möchten, dass die Kinder gerne in unsere Einrichtung kommen und als Ganzes in die Einrichtung integriert sind.

 

Im Januar 2016 wurde der Essensanbieter gewechselt und im September 2016 wurde unser Konzept auf gesündere Ernährung umgestellt.

Das gesamte Getränkesortiment wurde ausgetauscht und am Nachmittag gibt es regelmäßig Obst und Gemüse zur Pause, welches von den Eltern gespendet wird.

Aktuell sind wir in der Planung eines Elternabends zum Thema „Essen“, um die Eltern zu informieren: Was sind Essstörungen, wann ist das Kind auffällig beim Essen und ähnliche Fragestellungen und Themen rund ums Essen. Dies findet in Zusammenarbeit mit dem SPZ und des Gesundheitsamtes statt.

 

Im Sommer 2017 eröffneten wir eine kleine Kinderwerkstatt im Außengelände, wo Kindern sich handwerklich ausleben dürfen. Die wird von den Kindern aktuell sehr gut angenommen.

 

Im Frühjahr 2018 eröffneten wir eine vom Hausmeister angefertigte Tankstelle. Diese kann spielerisch mit den Kinderfahrzeugen angefahren und „betankt“ werden. Die Kinder freuten sich sehr über die zusätzliche Spielmöglichkeit.

 

Ebenfalls liegt uns die Elternarbeit in diesem Jahr wieder sehr am Herzen.

Durch gezielte Feste, Besuchsnachmittage und Elternabende wollen wir den Eltern-Erzieherkontakt noch mehr intensivieren und Einblicke in unsere tägliche Arbeit vermitteln.

Dank mehr Personal ist es uns möglich die Kinder bei der Hausaufgabe individueller zu betreuen. Aktuell haben wir 6 betreute Hausaufgabengruppen. Durch eine pensionierte Grundschullehrerin werden wir ehrenamtlich stundenweise zusätzlich unterstützt.

Weiterhin regelmäßige Informationen durch den monatlichen Elternbrief und laufende Aktualisierung der Homepage.

Wünsche in Zukunft: Ein Tipi aus Weidenästen, eine Schaukel, kleinere Beete/Hochbeet zum Anpflanzen verschiedener Gemüse und Kräuter, Ausbau der Räumlichkeiten aufgrund der Inkusionskinder

Um in Notfällen adäquat reagieren zu können, erhalten wir regelmäßig eine Schulung zur Ersten Hilfe und Brandschutzverordnung. Diese findet im Herbst 2018 statt.

Wie jedes Jahr ist das Hortpersonal bemüht ein interessantes und abwechslungsreiches Ferienprogramm anzubieten. Das meiste findet regional in Passau statt.

Durch die steigende Anzahl der Kinder, die einen Kindertagesstättenplatz brauchen, hat unser Kinderhort mit der Grundschule kooperiert und gemeinsam die Idee der Ganztagsschule entwickelt, um alle Kinder, die einen Platz brauchen gut unterzubringen und betreuen zu können.

Wie mittlerweile schon traditionell wurde eine Weihnachtsbasar (2017) und ein Frühlingsbasar (2018) aufgebaut, wobei Selbstgebasteltes angeboten wurde. Vom Erlös wurden/wird neues Spielzeug und Bücher für die Kinder angeschafft.